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Barrierefreiheit im Internet

Das Internet als innovative Verkaufs- und Kommunikationsplattform

Eine kleine Geschichtsstunde

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Das moderne Internet und dessen populärster Dienst, das World Wide Web (WWW), ist inzwischen weit von seiner ursprünglichen Bestimmung entfernt. Das amerikanische Verteidigungsministerium gründete 1969 das ARPANET-Projekt, das benutzt wurde, um Universitäten und Forschungseinrichtungen zu vernetzen und die damals enorm knappen Rechenkapazitäten effektiv zu nutzen. Es sollte im Falle eines Atomkriegs die Kommunikation sicherstellen. Glücklicherweise befinden wir uns heute in einer politischen Lage, in der wir das Internet anders nutzen können.

So schuf im Jahre 1989 der Brite Tim Berners-Lee ein System, dass es ermöglichte, Dokumente untereinander zu verlinken. Der Browser Mosaic aus dem Jahre 1993 war der erste Benutzeragent für dieses neue System, der auch grafisch aufbereitete Dokumente anzeigen konnte. Damit vergrößerte sich der Nutzerkreis des Internets schlagartig. Spätestens seit Mitte der Neunziger ist das Internet von der Spielwiese für Freaks zum Medium für die Allgemeinheit gereift.

Das Internet heute

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Heute gehört es zum guten Ton, neben einer Postadresse auch eine WWW- und E-Mail-Adresse anzugeben. Nicht nur die Global Player mit Millionenetat sind mit einer Webseite vertreten, auch mittelständische Unternehmen und Privatpersonen stellen sich mehr oder weniger Umfangreich im Internet dar.

Die Möglichkeiten, sich im Internet zu präsentieren sind nahezu unbegrenzt. Beginnend bei der elektronischen Form der Visitenkarte bis hin zum kompletten Versandhaus ist heute alles im Internet zu finden. Moderne Technologien ermöglichen Webanwendungen, deren Funktionsvielfalt den herkömmlichen Desktop-Anwendungen kaum noch nachsteht. Die unabhängige eProfit-Studie aus dem Jahre 2002 kam zu dem Schluß, dass ein Auftritt im Internet für Firmen aller Größenordnungen enorme Verbesserungen mit sich bringt.

Diagramm: Mögliche Verbesserungen durch ein Engagement im Internet. Motivation der Mitarbeiter: 30%, Neukundenakquisition: 41%, Beschleunigung der Auftragsabwicklung: 56%, Einsparungen bei Geschäftsprozessen: 31%, Verbesserung des Kundenservices: 83%, Stärkung der Marktposition gegenüber Mitbewerbern: 60%.

Die Barrieren im Internet

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Dem Webdesigner stehen heute nahezu unzählige Möglichkeiten zur Seitengestaltung zur Verfügung. Leider werden diese Möglichkeiten oftmals falsch oder in übersteigertem Maße eingesetzt. Die Scriptsprache JavaScript beispielsweise ist für die Nutzung vieler Internetseiten zwingend erforderlich. Ob nun die Navigation über mit JavaScript implementierte Menüs erfolgt oder die Seiten dynamisch mit JavaScript erstellt werden; Internetnutzern, die JavaScript deaktiviert haben, sind diese Seiten nicht oder nur eingeschränkt zugänglich. Dabei gibt es gute Gründe, JavaScript zu deaktivieren: das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik beispielsweise hat bereits vor einigen Jahren wegen enormer Sicherheitsrisiken vor dem Einsatz von JavaScript gewarnt. Was nicht heißen soll, dass alle Seiten, die JavaScript verwenden, nicht zugänglich sind. Es gibt genügend Beispiele für Seiten, die zwar JavaScript verwenden, um dem den Komfort für den Besucher zu erhöhen, aber auch ohne JavaScript uneingeschränkt nutzbar sind.

Weiterhin werden vermehrt Textpassagen oder Hyperlinks, insbesondere zur Navigation, als Grafik dargestellt. Dies kostet nicht nur Zeit und Bandbreite, sondern sperrt ebenso große Nutzergruppen aus. Auch heute werden noch textbasierte Internetbrowser benutzt, mit denen die Anzeige von Grafiken nicht möglich ist. Nutzer mit langsamen Internetverbindungen haben die Anzeige von Grafiken möglicherweise deaktiviert, um den Ladevorgang der Seiten zu beschleunigen. Zwar gibt es die Möglichkeit, zu Grafiken alternativen Text anzubieten, doch wird von dieser nur selten Gebrauch gemacht.

Das seit einigen Jahren sehr populäre Macromedia Flash-Format bietet die Möglichkeit, aufwendige Animationen mit Interaktivität zu erstellen. Leider werden mit dieser Technologie nicht nur Animationen sondern häufig auch komplette Seiten erstellt. Problematisch ist das, weil zum Anzeigen der Animationen der Flash-Player benötigt wird. Benutzer von weniger performanten Rechnern oder älteren Systemen können diesen Player nicht benutzen, andere möchten es einfach nicht. Mag das Fehlen eines animierten Werbebanners noch zu verschmerzen sein, doch bleiben diese Benutzer bei komplett in Flash implementierten Seiten ganz ausgesperrt.

Nutzer mit körperlichen Einschränkungen

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Mag es für viele Internetnutzer noch möglich sein, auf die oben angesprochenen Probleme zu reagieren, gibt es für körperlich behinderte Menschen meist keine Möglichkeit, diese Hindernisse zu umgehen. Blinde nutzen beispielsweise Screenreader, mit denen Text vorgelesen werden kann oder verwenden eine Braillezeile, auf der ausgelesener Text in Blindenschrift dargestellt wird. Diese Geräte sind nicht in der Lage, Grafiken zu verarbeiten. Text, der als Grafik dargestellt wird, ist damit für diese Personen nicht zugänglich.

Aufwendige JavaScript-Menüs sind ebenfalls ein Hindernis. Personen mit motorischen Störungen sind oftmals nicht in der Lage, die präzisen Mausbewegungen auszuführen, die für die Navigation in einem solchen Menü nötig sind.

Barrierefreies Webdesign

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Sie möchten sicher nicht auf die Nutzer verzichten, die von vielen anderen Seiten ausgesperrt werden. Auch Besucher, die nicht den modernsten Browser mit den modernsten Systemen verwenden, können Ihre potentiellen Kunden sein. Häufig zu sehende Hinweise wie „Verwenden Sie einen moderneren Browser und aktivieren Sie JavaScript“ sind schon fast beleidigend. Oder würden Sie in der Realität Ihren Kunden vorschreiben wollen, welches Auto sie fahren sollen und wann sie sich eine neue Waschmaschine kaufen sollen?

Das W3C-Konsortium, das für die Spezifikation der technischen Standards im World Wide Web zuständig ist, hat dazu im Jahre 1999 die Web Content Accessibility Guidelines (Richtlinien zur Zugänglichkeit von Webinhalten) veröffentlicht. In dieser Richtlinie wird die Problematik der Barrieren für viele Internetnutzer eingehend behandelt und dazu entsprechende Vorschläge zur technischen Umsetzung gemacht.

Damit Ihr Internetauftritt zugänglich und benutzerfreundlich ist, halten wir uns an diese Richtlinien ebenso wie an die aktuellen technischen Standards. Im Gegensatz zu den meist papiergewohnten Designern, die optische Aspekte den inhaltlichen und technischen vorziehen, gehen wir andere Wege. Unsere Wurzeln liegen in der Softwareentwicklung, entsprechend achten wir bei der Erstellung Ihrer Internetseiten besonders auf die Technik unter der Oberfläche. Was natürlich nicht heißt, das optische Belange für uns nicht zählen. Auch unter Einhaltung der Barrierefreiheit ist es möglich, optisch ansprechende und übersichtliche Internetseiten zu erstellen.

Da wir ausschließlich plattformunabhängige Technologien einsetzen, sind Ihre Seiten für alle Benutzer, egal mit welchem System und welchem Browser, uneingeschränkt zugänglich. Dennoch müssen Sie nicht auf die Features moderner Seiten verzichten; alle erdenklichen Web-Anwendungen lassen sich auch mit diesen Technologien realisieren. Wir verwenden dabei serverseitige Technologien, wie PHP oder Java Server Pages und Java Server Faces, die unabhängig vom System des Besuchers arbeiten.

Ebenso wichtig wie die Zugänglichkeit ist die Ladezeit Ihrer Seiten. Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass ein Besucher nur selten länger als acht Sekunden auf den Seitenaufbau wartet, wenn vergleichbare Inhalte auf anderen Seiten existieren. Wir achten darauf, dass Ihre Seiten trotz hoher Funktionalität und optischer Attraktivität schnell geladen werden und somit auch von Benutzern mit langsameren Internetverbindungen und älteren Systemen ohne lange Wartezeiten genutzt werden können.

Möchten Sie mehr wissen? Wir besuchen Sie gerne zu einem unverbindlichen Informationsgespräch.

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